Unsere Besten - Lesetipps für Schüler
Das neue Buch Genesis
von Beckett, Bernard
| erschienen | Bindlach, 2011 script5 |
|---|---|
| ISBN-13 | 9783839001288 |
| Einband / Umfang | kartoniert , 171 S. |
| Preis | bis 10 € |
| Gattung | Science-Fiction |
Untertitel
Wer gewinnt die Oberhand in der Zukunft - Mensch oder Maschine? Anax unterzieht sich einer gefährlichen Prüfung, die über Leben und Tod entscheidet.
Bewertung
| Eignung als Klassenlektüre | geeignet |
|---|---|
| Eignung für Jahrgangsstufen | 10 - 13 |
| Eignung für Schularten | Berufliche Schulen, Gymnasien |
| Eignung für Fächer | Biologie, Deutsch, Ethik, Physik |
Besprechung
Wir befinden uns am Ende des 21. Jahrhunderts und werden Zeugen von philosophisch angehauchten Disputen zwischen Mensch und Maschine. Kaum vorstellbar? Der neue Roman des neuseeländischen Autors Bernard Beckett (EA 2009; TB-Ausgabe 2011) thematisiert eben diese Grenzverwischung zwischen Robotern und ihren Erzeugern. Die junge Anax möchte in die „Akademie“ - eine Organisation von Intellektuellen, die den Staat leitet - aufgenommen werden und unterzieht sich dazu einer fünfstündigen Prüfung. Während dieses Gesprächs wird das Ende der menschlichen Zivilisation zu Beginn des 21. Jahrhunderts thematisiert. Nur eine kleine Enklave überlebt, abgeschottet durch einen Meereszaun auf einer kleinen Insel.
Diese „Republik“ sichert ihren Fortbestand durch eine radikale Trennung von der restlichen Welt, die durch Kriege und Seuchen stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Auf unmenschliche Weise werden etwa Flüchtlinge, die sich der Insel nähern, stante pede eliminiert. Das eigentliche Prüfungsthema ist jedoch die Geschichte von Adam Forde, der sich gegen die mörderischen Schießbefehle der „Republik“ stellt und deswegen zu lebenslanger Haft verurteilt wird. Er gilt als der Urheber des neuen Staates, in dem die Menschen nun in vermeintlicher Sicherheit und Harmonie leben. Anax entdeckt im Rahmen der Prüfung allerdings, dass dieser scheinbar ideale Staat eine Illusion ist, denn sie wird mit bisher unveröffentlichtem Material konfrontiert: Adam Forde hat sich während seiner Haft einem gefährlichen Experiment unterzogen, während dem der Androide Art durch Interaktion und Kommunikation mit Adam immer mehr menschliche Züge annahm.
Am Schluss verselbstständigt sich der Prozess: Die Maschine fällt eigene Entscheidungen und sorgt dafür, dass die Androiden die Vorherrschaft in der neuen Gesellschaft übernehmen. Auf subtile Weise wird während dieses Prüfungsgespräches Anax entlarvt. Ihr kritisches Denken ist für den Fortbestand des Systems gefährlich. Als Konsequenz daraus folgt schließlich ihre Hinrichtung.
Der Roman behandelt ähnlich wie die Klassiker „1984“ oder „Brave New World“ Aspekte wie Gleichschaltung versus Individualismus und Diktatur versus Demokratie. Der Aufbau in Form eines Prüfungsdialoges erzeugt beim Leser Unbehagen und baut sukzessive Spannung auf. Die Erwartungen des Rezipienten werden nicht erfüllt. Ein lesenswertes Buch, das viel Stoff für Diskussionen bietet.
Diese „Republik“ sichert ihren Fortbestand durch eine radikale Trennung von der restlichen Welt, die durch Kriege und Seuchen stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Auf unmenschliche Weise werden etwa Flüchtlinge, die sich der Insel nähern, stante pede eliminiert. Das eigentliche Prüfungsthema ist jedoch die Geschichte von Adam Forde, der sich gegen die mörderischen Schießbefehle der „Republik“ stellt und deswegen zu lebenslanger Haft verurteilt wird. Er gilt als der Urheber des neuen Staates, in dem die Menschen nun in vermeintlicher Sicherheit und Harmonie leben. Anax entdeckt im Rahmen der Prüfung allerdings, dass dieser scheinbar ideale Staat eine Illusion ist, denn sie wird mit bisher unveröffentlichtem Material konfrontiert: Adam Forde hat sich während seiner Haft einem gefährlichen Experiment unterzogen, während dem der Androide Art durch Interaktion und Kommunikation mit Adam immer mehr menschliche Züge annahm.
Am Schluss verselbstständigt sich der Prozess: Die Maschine fällt eigene Entscheidungen und sorgt dafür, dass die Androiden die Vorherrschaft in der neuen Gesellschaft übernehmen. Auf subtile Weise wird während dieses Prüfungsgespräches Anax entlarvt. Ihr kritisches Denken ist für den Fortbestand des Systems gefährlich. Als Konsequenz daraus folgt schließlich ihre Hinrichtung.
Der Roman behandelt ähnlich wie die Klassiker „1984“ oder „Brave New World“ Aspekte wie Gleichschaltung versus Individualismus und Diktatur versus Demokratie. Der Aufbau in Form eines Prüfungsdialoges erzeugt beim Leser Unbehagen und baut sukzessive Spannung auf. Die Erwartungen des Rezipienten werden nicht erfüllt. Ein lesenswertes Buch, das viel Stoff für Diskussionen bietet.
Hinweise für den Unterricht
Insbesondere in der Oberstufe schafft dieser Roman eine Grundlage für ethische und anthropologische Fragestellungen, die im Unterricht diskutiert werden können. Auch aktuelle Erkenntnisse zu Fragen der künstlichen Intelligenz können hier thematisiert werden. Es bietet sich an, fächerübergreifend zu arbeiten und im Rahmen des Physik-, Biologie- und Ethikunterrichts Erkenntnisse aus den Bereichen der Hirnforschung, Genetik und Informatik einzubinden.
