Unsere Besten - Lesetipps für Schüler
Hier kommt Svenja
von Holthausen, Luise (Text); Goppel, Christine (Ill.)
| erschienen | Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich , 2010 Dudenverlag |
|---|---|
| ISBN-13 | 978-3-411-70749-2 |
| Einband / Umfang | gebunden , 64 S. |
| Preis | bis 10 € |
| Gattung | Kinderbuch |
Untertitel
Doppelband mit den beiden Geschichten „Svenja will ein Junge sein“ und „Svenja will Windpocken haben“ aus der Reihe „Lesedetektive“ des Duden-Verlags
Bewertung
| Eignung als Klassenlektüre | sehr gut geeignet |
|---|---|
| Eignung für Jahrgangsstufen | 1 - 3 |
| Eignung für Schularten | Grundschule |
| Eignung für Fächer | Deutsch |
Besprechung
Die Hauptperson in beiden Geschichten ist die gerade sieben Jahre alt gewordene Svenja. Kurz vor ihrer Geburtstagsparty im Sommer schneidet sich Svenja ihre Haare ab und zieht eine alte schwarze Winterhose an, denn sie will ein Junge sein wie ihr älterer Bruder Niklas. Auf dem Namensschild an ihrer Zimmertür streicht sie die letzten beiden Buchstaben. Sie hat sieben Mädchen und Tilman, den nettesten Jungen aus ihrer Klasse, eingeladen. Eines der Mädchen, Marie, trägt ein rosa Kleid mit Rüschen. Bei den üblichen Spielen, die sie machen, gewinnt Niklas immer, weil er schummelt und seinen Größenvorteil ausnutzt. Als sich seine Schwester, die sich jetzt Sven nennt, darüber beschwert, schlägt er vor, Fußball zu spielen. Svenja und Marie stimmen zu, doch Tilman will nicht und erfindet eine Ausrede. So spielen sie zu dritt und Marie entpuppt sich als bessere Spielerin als Niklas. Der spielt deshalb mit Marie zusammen gegen Svenja, die haushoch verliert – doch als Junge darf sie sich nicht beklagen. Sie schwitzt in ihrer zu warmen Hose, die jetzt auch noch ein Loch hat, und ist deshalb froh, als ihre Mutter sie und Marie, deren Kleid nun nicht mehr rosa ist, zum Umziehen schickt. Svenja hat nun ein Sommerkleid an und Marie ein Trikot von Niklas. In der Zwischenzeit hat Tilman mit den anderen Mädchen Pferde gemalt. Doch als Niklas fragt, wer am Computer Autorennen spielen möchte, machen alle Kinder mit. Nach seinem Fußballsieg lässt Niklas seine Schwester großmütig zuerst spielen, weil sie Geburtstag hat. Am Ende der Party kommt Svenja ins Grübeln. Marie spielt Fußball, Tilman malt Pferde, alle spielen Autorennen – eigentlich kann sie nun auch wieder ein Mädchen sein.
Die zweite Geschichte spielt in der Adventszeit. Svenja hat im Hirtenspiel die Rolle des Engels, Tilman ist ein Hirte und Marie sein Schaf. Als Engel muss Svenja nicht nur einen kurzen Text sprechen, sondern auch tanzen und dabei singen, was sie beides nicht gut kann. Als ihr Bruder an Windpocken erkrankt, sieht sie ihre Chance, den Auftritt vermeiden zu können. Sie versorgt ihren Bruder mit Getränken, spielt mit ihm und hofft, sich anzustecken. Niklas nützt dies aus und schikaniert sie mit immer neuen Wünschen. Außerhalb seines Zimmers streckt sie ihm die Zunge heraus, doch an seinem Bett bleibt sie nett, sehr zur Verwunderung der Mutter. Als es Niklas immer langweiliger wird, spielt sie ihm ihren Auftritt vor. Ihr Bruder macht mit und übt mit ihr tanzen. Weil sie so schrecklich falsch singt, begleitet er seine kleine Schwester auf der Flöte. Am Tag der Aufführung ist Svenja immer noch nicht krank. Doch sie denkt daran, wie sie mit Niklas geübt hat. Sie macht ihre Sache gut und hat sogar Spaß dabei. Nach dem Schlussapplaus entdeckt Tilmann einen „Mückenstich“ an ihrer Backe – nun hat Svenja doch die Windpocken bekommen. Ihr Bruder hat jetzt die Chance, seine Schwester so zu verwöhnen wie sie ihn zuvor.
Das Spiel mit den Geschlechter- und Geschwisterrollen macht die hier erzählten Geschichten interessant und regt die Kinder zum Nachdenken über ihre eigenen diesbezüglichen Erfahrungen an. Inhalt und Sprache sind altersgerecht. Die Zeilentrennung nach Sinnschritten kommt den Leseanfängern entgegen. Großformatige, bunte Bilder laden zum Entdecken ein und erleichtern das Textverständnis.
Die zweite Geschichte spielt in der Adventszeit. Svenja hat im Hirtenspiel die Rolle des Engels, Tilman ist ein Hirte und Marie sein Schaf. Als Engel muss Svenja nicht nur einen kurzen Text sprechen, sondern auch tanzen und dabei singen, was sie beides nicht gut kann. Als ihr Bruder an Windpocken erkrankt, sieht sie ihre Chance, den Auftritt vermeiden zu können. Sie versorgt ihren Bruder mit Getränken, spielt mit ihm und hofft, sich anzustecken. Niklas nützt dies aus und schikaniert sie mit immer neuen Wünschen. Außerhalb seines Zimmers streckt sie ihm die Zunge heraus, doch an seinem Bett bleibt sie nett, sehr zur Verwunderung der Mutter. Als es Niklas immer langweiliger wird, spielt sie ihm ihren Auftritt vor. Ihr Bruder macht mit und übt mit ihr tanzen. Weil sie so schrecklich falsch singt, begleitet er seine kleine Schwester auf der Flöte. Am Tag der Aufführung ist Svenja immer noch nicht krank. Doch sie denkt daran, wie sie mit Niklas geübt hat. Sie macht ihre Sache gut und hat sogar Spaß dabei. Nach dem Schlussapplaus entdeckt Tilmann einen „Mückenstich“ an ihrer Backe – nun hat Svenja doch die Windpocken bekommen. Ihr Bruder hat jetzt die Chance, seine Schwester so zu verwöhnen wie sie ihn zuvor.
Das Spiel mit den Geschlechter- und Geschwisterrollen macht die hier erzählten Geschichten interessant und regt die Kinder zum Nachdenken über ihre eigenen diesbezüglichen Erfahrungen an. Inhalt und Sprache sind altersgerecht. Die Zeilentrennung nach Sinnschritten kommt den Leseanfängern entgegen. Großformatige, bunte Bilder laden zum Entdecken ein und erleichtern das Textverständnis.
Hinweise für den Unterricht
"Lesedetektive" nennt der Dudenverlag seine Reihe der „Leseförderung mit System“. Für jede Jahrgangsstufe der Grundschule werden stabile, gebundene Bücher angeboten. Umfang, Bild-Textverhältnis und Schriftgröße sind den steigenden Lesefähigkeiten von der 1. bis zur 4. Klasse angepasst. Rätsel, Aufgaben oder Fragen zum Inhalt, deren Lösungen mit dem beiliegenden Lesezeichen von den Kindern selbst kontrolliert werden können, unterstützen das sinnentnehmende Lesen. Am Ende werden die Kinder aufgefordert, zum Thema eine Geschichte zu schreiben. Zweimal im Jahr verspricht der Verlag unter den Einsendern Buchpreise zu verlosen. Ergänzt wird das Angebot durch die übersichtlich gestaltete Internetseite www.lesedetektive.de. Dort kann man sich unter anderem die Lesezeichen für die Selbstkontrolle nachdrucken, wenn sie verloren gegangen sind. Der vorliegende Band ist zu empfehlen als Klassenlektüre in der 2. Jahrgangsstufe und zum Selberlesen für Leseanfänger mit etwas Übung oder für leseschwache Drittklässler. Motivierend ist auch das gemeinsame beziehungsweise abwechselnde Lesen eines Anfängers mit einem fortgeschrittenen Leser.
