Gesamtkatalog - alle Rezensionen des Leseforums
Ringel, Rangel, Rosen
von Boie, Kirsten
| erschienen | Hamburg, 2010 Oetinger |
|---|---|
| ISBN-13 | 9783789131820 |
| Einband / Umfang | gebunden , 192 S. |
| Preis | bis 20 € |
| Gattung | Jugendbuch |
Untertitel
Der Verdacht, ihre Eltern hätten während des Krieges Schuld auf sich geladen, und die Flutkatastrophe von Hamburg zerstören Karins Kindheit.
Bewertung
| Eignung als Klassenlektüre | sehr gut geeignet |
|---|---|
| Eignung für Jahrgangsstufen | 6 - 8 |
| Eignung für Schularten | alle Schularten |
| Eignung für Fächer | Deutsch, Geschichte, Zusätzliche Fächer |
Besprechung
Karin, ein Teenager der 60er-Jahre, führt ein einfaches, aber zufriedenes Leben. Doch als sie ein Buch über jüdische Kinder während der Zeit des Nationalsozialismus liest, wird sie nachdenklich. Sie kann nicht glauben, dass ihre Eltern davon nichts gewusst haben sollen, und findet ein verstecktes Fotoalbum. Ganz zerstört wird ihr kindliches Paradies im Februar 1962, als an der Nordsee die Deiche brechen und Karins Siedlung überflutet wird. Für sie beginnt ein neues Leben.
Ein Adoleszenzroman über eine Jugend in den 1960er-Jahren und über die Verdrängung von Geschichte vor dem Hintergrund der Hamburger Flutkatastrophe 1962. Schonungsloser als in „Monis Jahr“ (Oetinger 2003) schreibt die renommierte Autorin Kirsten Boie ein Jugendbuch, in dem die deutsche Kriegs- und Nachkriegszeit ohne pädagogischen Zeigefinger aufgearbeitet wird.
Ein Adoleszenzroman über eine Jugend in den 1960er-Jahren und über die Verdrängung von Geschichte vor dem Hintergrund der Hamburger Flutkatastrophe 1962. Schonungsloser als in „Monis Jahr“ (Oetinger 2003) schreibt die renommierte Autorin Kirsten Boie ein Jugendbuch, in dem die deutsche Kriegs- und Nachkriegszeit ohne pädagogischen Zeigefinger aufgearbeitet wird.
Hinweise für den Unterricht
Der Adoleszenzroman bietet genügend Stoff für Diskussionen über die jüngere deutsche Geschichte und wirft viele Fragen auf hinsichtlich des Wegsehens und des Verschweigens in der Zeit des Nationalsozialismus und danach. Zudem regt Karins naive Position den Leser zum Reflektieren über Möglichkeiten des eigenen Handelns an. Jüngere Schüler können den Tagesablauf der Familie und Möglichkeiten des Zeitvertreibs in den 1960er-Jahren zusammenfassen und auf Plakaten oder in einer kleinen Ausstellung ("Jugend in den 60er-Jahren") veranschaulichen.
