Gesamtkatalog - alle Rezensionen des Leseforums
Der heilige Eddy
von Arjouni, Jakob
| erschienen | Zürich, 2009 Diogenes |
|---|---|
| ISBN-10 | 3-257-06685-6 |
| ISBN-13 | 978-3-257-06685-2 |
| Einband / Umfang | gebunden , 245 S. |
| Preis | bis 20 € |
| Gattung | Roman |
Untertitel
Ein Betrüger ändert aus Liebe sein Leben.
Bewertung
| Eignung als Klassenlektüre | geeignet |
|---|---|
| Eignung für Jahrgangsstufen | 10 - 13 |
| Eignung für Schularten | alle Schularten |
| Eignung für Fächer | Deutsch |
Besprechung
Eddy, ein begabter, aber wenig erfolgreicher Musiker, verdient seinen Lebensunterhalt durch betrügerische Tricks: Er sucht Kontakt zu wohlhabenden Leuten, erschleicht sich raffiniert deren Vertrauen und verschwindet schließlich samt fremdem Mantel und fremder Geldbörse. Kleinere Erpressungen ergänzen sein Repertoire. In seiner Wohngegend markiert er den Biedermann, aber ausgerechnet hier kommt es zu einem folgenschweren Unfall: Der bekannte und berüchtigte Millionär und „Raubtierkapitalist“ Horst König stürzt auf der Treppe zu Tode, und Eddy gerät in totale Panik, weil er sich mit gutem Grund vor der Polizei und eventuellen Nachforschungen fürchtet. Eddy ist zwar kein Mörder, aber er hat nun wirklich keine reine Weste. In seiner Verzweiflung schafft er die Leiche auf abenteuerliche Weise in den Wald und zündet sie an. Die Presse steht Kopf, vor allem ein alter und unangenehmer Bekannter Eddys als Klatschreporter verfolgt die Familie des Toten gnadenlos. Eddys Verwicklung in den Fall bekommt eine weitere Dimension, als er Romy, die Tochter des Toten, kennen lernt und sich rettungslos in sie verliebt. Nach immer schlimmeren Verstrickungen tritt Eddy, der geläuterte Betrüger, die Flucht nach vorn an und begibt sich selbst zur Polizei. Romy schildert er die Zusammenhänge in einem Brief, und siehe da, sie glaubt ihm und verzeiht ihm.
Die Geschichte ist rasant (manchmal etwas aufgesetzt) erzählt, der Leser bekommt Einblicke in den Boulevardjournalismus, lernt Berliner Schauplätze und Milieus kennen und mit Eddy einen Kenner der menschlichen Seele, denn das ist dessen Kapital als Betrüger. Dabei ist er aber im Grunde dann doch ein guter Kerl, wie ja der Ausgang zeigt.
Die Geschichte ist rasant (manchmal etwas aufgesetzt) erzählt, der Leser bekommt Einblicke in den Boulevardjournalismus, lernt Berliner Schauplätze und Milieus kennen und mit Eddy einen Kenner der menschlichen Seele, denn das ist dessen Kapital als Betrüger. Dabei ist er aber im Grunde dann doch ein guter Kerl, wie ja der Ausgang zeigt.
Hinweise für den Unterricht
Das Buch ist zur Anschaffung für die Schulbibliothek zu empfehlen, es bietet Unterhaltung auf hohem Niveau. Es erscheint sowohl als Ganzschrift wie auch als auszugsweise als Lektüre geeignet, hier insbesondere zur Personencharakteristik.
BEARBEITUNGSVORSCHLÄGE
KREATIVES SCHREIBEN/CHARAKTERISTIKEN
Im Eingangskapitel (S.7-28) wird Eddy mit einer furiosen Betrügerei vorgestellt. Stellen Sie sich vor, Dregerlein schreibt einem Freund einen Brief, in dem er ehrlich davon erzählt, wie und warum er sich so hat betrügen lassen.
Verfassen Sie einen inneren Monolog Romys, als sie Eddys Brief bekommt.
Spielen Sie ein Gespräch zwischen Arkadi und seiner Frau, bevor und nachdem sich Eddy der Polizei gestellt hat.
Was spricht für, was gegen Eddy? Erstellen Sie eine Liste.
Erstellen Sie eine Skizze zur Person des Klatschreporters Braake Schabraake mit dessen wesentlichen Charakterzügen.
Gestalten Sie zu einer Szene aus dem Buch eine Seite einer Boulevardzeitung.
ERLÄUTERUNGEN/TEXTVERSTÄNDNIS/AUFBAU/STELLUNGNAHME
„So konnte es nicht weitergehen.“ (S.198) Erklären Sie diese Aussage Eddys aus dem Kontext.
Erklären Sie die einzelnen Kapitelüberschriften (eine davon ist auch der Buchtitel). Machen Sie jeweils einen Alternativvorschlag.
Erstellen Sie eine Skizze zum Handlungsaufbau und zur Spannungskurve.
Muss man sich als Klatschreporter zwangsläufig moralisch so verwerflich verhalten wie Braake Schabraake?
BEARBEITUNGSVORSCHLÄGE
KREATIVES SCHREIBEN/CHARAKTERISTIKEN
Im Eingangskapitel (S.7-28) wird Eddy mit einer furiosen Betrügerei vorgestellt. Stellen Sie sich vor, Dregerlein schreibt einem Freund einen Brief, in dem er ehrlich davon erzählt, wie und warum er sich so hat betrügen lassen.
Verfassen Sie einen inneren Monolog Romys, als sie Eddys Brief bekommt.
Spielen Sie ein Gespräch zwischen Arkadi und seiner Frau, bevor und nachdem sich Eddy der Polizei gestellt hat.
Was spricht für, was gegen Eddy? Erstellen Sie eine Liste.
Erstellen Sie eine Skizze zur Person des Klatschreporters Braake Schabraake mit dessen wesentlichen Charakterzügen.
Gestalten Sie zu einer Szene aus dem Buch eine Seite einer Boulevardzeitung.
ERLÄUTERUNGEN/TEXTVERSTÄNDNIS/AUFBAU/STELLUNGNAHME
„So konnte es nicht weitergehen.“ (S.198) Erklären Sie diese Aussage Eddys aus dem Kontext.
Erklären Sie die einzelnen Kapitelüberschriften (eine davon ist auch der Buchtitel). Machen Sie jeweils einen Alternativvorschlag.
Erstellen Sie eine Skizze zum Handlungsaufbau und zur Spannungskurve.
Muss man sich als Klatschreporter zwangsläufig moralisch so verwerflich verhalten wie Braake Schabraake?
