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The Road of the Dead
von Brooks, Kevin
| erschienen | München, 2008 Deutscher Taschenbuch Verlag |
|---|---|
| ISBN-13 | 978-3-423-71286-6 |
| Einband / Umfang | kartoniert , 352 S. |
| Preis | bis 20 € |
| Gattung | Kriminalroman |
Untertitel
Die Brüder Ruben und Cole suchen nach dem Vergewaltiger und Mörder ihrer Schwester.
Bewertung
| Eignung als Klassenlektüre | geeignet |
|---|---|
| Eignung für Jahrgangsstufen | 8 - 12 |
| Eignung für Schularten | alle Schularten |
| Eignung für Fächer | Deutsch, Ethik, Evang. Religionslehre, Kath. Religionslehre |
Besprechung
Rachel, die 19-jährige Schwester von Ruben und Cole, wurde im Dartmoor vergewaltigt und erwürgt. Ihre Brüder machen sich auf, um den Täter zu finden, wobei es zumindest Cole, dem Älteren, nicht nur um das Finden, sondern auch um Rache geht. Die Brüder sind halb englisch, „zur Hälfte Zigeuner“, der Vater ist im Gefängnis und auch Cole ist unüberlegt und gewaltbereit, zur Polizei besteht deutliche Distanz. Die Jungen vertrauen nur auf sich selbst. In dem Dorf Lychcombe, wo das Verbrechen passiert ist, geraten die beiden in ein Szenario von Lügen, Hass und Gewalt, und wir erleben all das aus der Sicht des 14-jährigen Ruben, eines sensiblen Jungen mit telepathischen Fähigkeiten, wodurch das Buch einen Touch von „Mysterythriller“ erhält. Es geht letztlich darum, ob die Gefahr, in der die Jungen sich befinden, und die Schrecklichkeit dessen, was Rachel zugestoßen ist, Selbstjustiz und Gewalt und Brutalität auf der anderen Seite legitimieren. Das Buch ist hart in seiner Darstellung der rohen Gewalt, spannend, nicht zimperlich wäre ein Euphemismus.
Hinweise für den Unterricht
The Road of the Dead bringt sicherlich gerade auch männliche Jugendliche erstens zum Lesen, andererseits zur Beschäftigung mit den genannten wichtigen Fragen, einfach indem es die Härte des Lebens (die die meisten Leser glücklicherweise so nie erfahren müssen) zeigt, was Kevin Brooks ja in allen seinen Büchern tut. Der Text gehört also unbedingt neben den anderen Büchern des Autors in die Schulbibliothek als Leseangebot, als Grundlage für ein Referat, das anschließend mehr als genug Diskussionsstoff bieten wird, auch als Lektüre, wenn der Deutschlehrer es sich und der Klasse zutraut. (Eine Information der Eltern vorweg wegen der doch sehr gewalttätigen Szenen erschiene der Rezensentin indes durchaus ratsam). Es ist zu erwarten, dass der Verlag auch zu diesem Buch ein Unterrichtsmodell anbieten wird. Zu den Büchern „Lucas“, „Candy“ und „Martyn Pig“ liegen solche bereits vor (www.dtv.de/lehrer).
