Gesamtkatalog - alle Rezensionen des Leseforums
Die furchtbar hartnäckigen Gapper von Frip
von Saunders, George
| erschienen | Berlin, 2004 Bloomsbury |
|---|---|
| ISBN-10 | 3-8270-5033-2 |
| Einband / Umfang | gebunden , 92 Seiten |
| Preis | bis 20 € |
| Gattung | Parabel |
Untertitel
Eine humoristische Parabel über die Überwindung von Egoismus, Neid und Missgunst, mit kunstvollen Illustrationen.
Bewertung
| Eignung für Jahrgangsstufen | 3 - 5 |
|---|---|
| Eignung für Schularten | Gymnasien, Realschulen, Volksschulen |
| Eignung für Fächer | Deutsch |
Besprechung
Der Autor G. Saunders lehrt heute an einer Universität in New York und erhielt für seine Kurzgeschichten und Erzählungen bereits mehrere Auszeichnungen. Für das „Gapper–Buch“, „ein skurriles Bilderbuch über schwierige Nachbarn“ (SZ), erhielt er 2005 den Deutschen Jugendliteraturpreis und wurde von der „Zeit“ und „Radio Bremen“ mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis „Luchs 212“ ausgezeichnet.
Serena lebt mit ihrem Vater und ihren Ziegen in der kleinen Stadt Frip am Meer. Frip besteht aus drei windschiefen Häusern und drei Ziegenkoppeln. Die Kinder sind damit beschäftigt, mit Bürsten die Ziegen von den „Gapper-Wesen“ zu befreien. Gapper sind lästige kleine, orangefarbene Tierchen, die im Meer leben und sich mit Feuereifer über Ziegen hermachen. Sie belästigen sie so sehr, dass sie abmagern und keine Milch mehr geben. „Habt ihr schon mal eine Klette am Strumpf gehabt?“, beginnt die Geschichte. „So müsst ihr euch einen Gapper vorstellen, nur größer, ungefähr wie ein Tennisball ...“. Doch eines Tages stürzen sich alle Gapper nur noch auf die Ziegen von Serena, denn deren Koppel ist am besten zu erreichen. Sie wird diesem Überfall kaum Herr und bittet ihre Nachbarn, die nun nichts mehr zu tun haben, um Hilfe. Doch die denken gar nicht daran und glauben, dass dies ein Wink des Schicksals sei. Serena muss aufgeben. Sie verkauft die Ziegen und beginnt, den Lebensunterhalt durch Fischfang zu bestreiten. Die anderen lächeln, denn Fischen ist doch schon längst aus der Mode. Das Lachen vergeht ihnen, als die Gapper nun notgedrungen die nächsten Koppeln heimsuchen. Die Nachbarn rücken entsetzt mit ihren Häusern immer tiefer in den Sumpf, um sich von den Gappern zu befreien. Das Schicksal hat sich also gewendet. Nun bitten sie Serena um Hilfe. Schon bald erkennt Serena, dass Schadenfreude und Rache auf Dauer nicht glücklich machen. So lehrt sie den Nachbarn das Angeln und alle können zufrieden zusammenleben.
Die humoristische Parabel über die Überwindung von Egoismus, Neid und Missgunst enthält viele märchenhafte Elemente. Die Dialoge sind ernsthaft und oftmals bissig. Das hilfsbereite und großherzige Kind Serena bekämpft erfolgreich Untugenden wie Ignoranz, Dummheit, heuchlerische Moral, Selbstgerechtigkeit und die Erstarrung in Gewohnheiten und zeigt eine andere, gute Lebensart auf.
Die wunderschönen Farbillustrationen von Lane Smith sind ebenso außergewöhnlich wie die Geschichte selbst. Sie sind hintersinnig, teilweise surreal, teils collagenartig oder verfremdet.
Wie stark das Buch beeindruckt beweisen auch zahlreiche Pressestimmen, von denen einige hier zitiert werden sollen: „Bereichert um Gapper-Wissen, erheitert und beglückt vom skurrilen Humor dieser Geschichte um ein tapferes und findiges kleines Mädchen, stellen wir am Ende das Bändchen zu den Lieblingsbüchern.“ Die Zeit - „Jeder Satz sitzt, jede Pointe ein Treffer, und die Illustrationen mit ihren vielfältigen Bezügen sind vom Feinsten.“ Bulletin Jugend & Literatur - „Ein Buch, dessen absurder Humor sich beim Vorlesen entfaltet und das uns zeigt, wie man das Glück mit kluger Gelassenheit an die Angel bekommt.“ Eselsohr - „Eine melancholisch-zarte Kindergeschichte, die voller Witz und psychologischer Anspielungen steckt.“ Kölnische Rundschau - „Die Konkurrenz zwischen Bildsprache und Erzählung macht das Werk auch für Erwachsene interessant ... Häufig weiß man beim Weiterblättern nicht, ob man zuerst sehen oder zuerst lesen will.“ taz
Serena lebt mit ihrem Vater und ihren Ziegen in der kleinen Stadt Frip am Meer. Frip besteht aus drei windschiefen Häusern und drei Ziegenkoppeln. Die Kinder sind damit beschäftigt, mit Bürsten die Ziegen von den „Gapper-Wesen“ zu befreien. Gapper sind lästige kleine, orangefarbene Tierchen, die im Meer leben und sich mit Feuereifer über Ziegen hermachen. Sie belästigen sie so sehr, dass sie abmagern und keine Milch mehr geben. „Habt ihr schon mal eine Klette am Strumpf gehabt?“, beginnt die Geschichte. „So müsst ihr euch einen Gapper vorstellen, nur größer, ungefähr wie ein Tennisball ...“. Doch eines Tages stürzen sich alle Gapper nur noch auf die Ziegen von Serena, denn deren Koppel ist am besten zu erreichen. Sie wird diesem Überfall kaum Herr und bittet ihre Nachbarn, die nun nichts mehr zu tun haben, um Hilfe. Doch die denken gar nicht daran und glauben, dass dies ein Wink des Schicksals sei. Serena muss aufgeben. Sie verkauft die Ziegen und beginnt, den Lebensunterhalt durch Fischfang zu bestreiten. Die anderen lächeln, denn Fischen ist doch schon längst aus der Mode. Das Lachen vergeht ihnen, als die Gapper nun notgedrungen die nächsten Koppeln heimsuchen. Die Nachbarn rücken entsetzt mit ihren Häusern immer tiefer in den Sumpf, um sich von den Gappern zu befreien. Das Schicksal hat sich also gewendet. Nun bitten sie Serena um Hilfe. Schon bald erkennt Serena, dass Schadenfreude und Rache auf Dauer nicht glücklich machen. So lehrt sie den Nachbarn das Angeln und alle können zufrieden zusammenleben.
Die humoristische Parabel über die Überwindung von Egoismus, Neid und Missgunst enthält viele märchenhafte Elemente. Die Dialoge sind ernsthaft und oftmals bissig. Das hilfsbereite und großherzige Kind Serena bekämpft erfolgreich Untugenden wie Ignoranz, Dummheit, heuchlerische Moral, Selbstgerechtigkeit und die Erstarrung in Gewohnheiten und zeigt eine andere, gute Lebensart auf.
Die wunderschönen Farbillustrationen von Lane Smith sind ebenso außergewöhnlich wie die Geschichte selbst. Sie sind hintersinnig, teilweise surreal, teils collagenartig oder verfremdet.
Wie stark das Buch beeindruckt beweisen auch zahlreiche Pressestimmen, von denen einige hier zitiert werden sollen: „Bereichert um Gapper-Wissen, erheitert und beglückt vom skurrilen Humor dieser Geschichte um ein tapferes und findiges kleines Mädchen, stellen wir am Ende das Bändchen zu den Lieblingsbüchern.“ Die Zeit - „Jeder Satz sitzt, jede Pointe ein Treffer, und die Illustrationen mit ihren vielfältigen Bezügen sind vom Feinsten.“ Bulletin Jugend & Literatur - „Ein Buch, dessen absurder Humor sich beim Vorlesen entfaltet und das uns zeigt, wie man das Glück mit kluger Gelassenheit an die Angel bekommt.“ Eselsohr - „Eine melancholisch-zarte Kindergeschichte, die voller Witz und psychologischer Anspielungen steckt.“ Kölnische Rundschau - „Die Konkurrenz zwischen Bildsprache und Erzählung macht das Werk auch für Erwachsene interessant ... Häufig weiß man beim Weiterblättern nicht, ob man zuerst sehen oder zuerst lesen will.“ taz
Hinweise für den Unterricht
Zu diesem ungewöhnlichen Buch passt auch die ungewöhnliche Aufmachung. Die „Gapper von Frip“ sind in einem schmalen Bändchen erschienen, das mit hochwertigem Papier ausgestattet ist. Da die Schriftgröße sehr klein gewählt wurde, ist das Buch für Leseanfänger nicht geeignet. Für sie sollte die Geschichte vorgelesen werden oder kann durch das im März 2006 erschienene Hörspiel (Random House Audio, Hörspielproduktion, 75 min; 9,95 €; ISBN: 3-86604-112-8) näher gebracht werden. Im Internet werden unter www.antolin.de (eine kommerzielle Seite zur Leseförderung) knifflige Fragen zur Geschichte für die 4. Klasse angeboten.
So eignet sich diese hintergründige, oft urkomische Geschichte nicht nur vorzüglich zum Vorlesen (ab 6 Jahren), Nachspielen, Selbstlesen (ab ca. 8 Jahren) und zum Diskutieren, sondern hat auch älteren Schülern und Erwachsenen viel zu bieten.
So eignet sich diese hintergründige, oft urkomische Geschichte nicht nur vorzüglich zum Vorlesen (ab 6 Jahren), Nachspielen, Selbstlesen (ab ca. 8 Jahren) und zum Diskutieren, sondern hat auch älteren Schülern und Erwachsenen viel zu bieten.
