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Dem König klaut man nicht das Affenfell
von Schulz, Hermann
| erschienen | Wuppertal, 2003 Peter Hammer Verlag |
|---|---|
| ISBN-10 | 3-87294-942-X |
| Einband / Umfang | gebunden , 127 Seiten |
| Preis | bis 10 € |
| Gattung | Erzählung |
Untertitel
In dieser schwungvoll erzählten Geschichte räumt der Autor wohltuend augenzwinkernd mit den gegenseitigen Vorurteilen von Europäern und Afrikanern auf.
Bewertung
| Eignung als Klassenlektüre | gut geeignet |
|---|---|
| Eignung für Jahrgangsstufen | 5 - 7 |
| Eignung für Schularten | Gymnasien, Realschulen, Volksschulen |
| Eignung für Fächer | Deutsch, Ethik, Geografie/Erdkunde, Geschichte |
Besprechung
Im Zentrum der Erzählung steht Temeo, der in Stellvertretung seines großen Bruders unerwartet eine Gruppe von fünf europäischen Touristen auf der Insel Ukerewe im Victorio-See führen muss, die er selbst erst einmal besucht hat.
Den 12-jährigen pfiffigen Temeo, Sohn eines Weißen, des Geologen Kirschstein, und einer schwarzen Mutter, Mama Misiti, lässt er Gedanken und Worte im Dialog mit einem fiktiven Gesprächspartner äußern, die die Klischees von typisch europäischen, verwöhnten, aber eher uninteressierten Touristen bedienen und die später erfreulich von den fünf Europäern Lügen gestraft werden. Umgekehrt steht deren Bild von Afrika immer wieder zur Diskussion. Dabei vermittelt Hermann Schulz auf amüsante Weise viel Wissenswertes über Natur, Geschichte, Lebensgewohnheiten in Tansania und auch etwas über Literatur, indem er einem Dichter, den es tatsächlich, wie das Nachwort erläutert, zu entdecken gibt, eine zentrale Rolle überträgt.
Es eröffnet sich so ein breites Informationsspektrum, vor dem im Vordergrund eine spannend-komische Geschichte abrollt: Temeo muss sich – so meint er – mit Erfindungsreichtum und nicht immer ganz ehrlichen Angaben Respekt bei den Weißen verschaffen und die Organisation von fünf Ausflugstagen auf einer Insel im Victoria-See unter nicht ganz einfachen Bedingungen leisten. Das Überraschende und Erheiternde ist, dass seine Befürchtungen und Erwartungen nie so eintreffen, wie vorhergesehen, immer wieder ist er der Düpierte und gibt das auch gern zu.
Die positiv gezeichneten, an Afrika ernsthaft interessierten Weißen sind Identifikationsfiguren, insbesondere das 15-jährige Mädchen, das es Temeo angetan hat. Gerade die Weißen sind auf der Suche nach dem Numinosen, dem Ahnenkult, dem Zauberwesen, das umgekehrt Temeo am liebsten verstecken würde. Er gibt sich „aufgeklärt“ und will Detektiv werden – so tauscht Hermann Schulz die gängigen Vorstellungen mit Augenzwinkern und verstecktem Fingerzeig aus: Erklärbar sind die geheimnisvollen Vorgänge um den als Geist erscheinenden König Rukonge – oder auch nicht.
Der Leser darf die Gedanken weiterspinnen, als Detektiv oder als Staunender.
Den 12-jährigen pfiffigen Temeo, Sohn eines Weißen, des Geologen Kirschstein, und einer schwarzen Mutter, Mama Misiti, lässt er Gedanken und Worte im Dialog mit einem fiktiven Gesprächspartner äußern, die die Klischees von typisch europäischen, verwöhnten, aber eher uninteressierten Touristen bedienen und die später erfreulich von den fünf Europäern Lügen gestraft werden. Umgekehrt steht deren Bild von Afrika immer wieder zur Diskussion. Dabei vermittelt Hermann Schulz auf amüsante Weise viel Wissenswertes über Natur, Geschichte, Lebensgewohnheiten in Tansania und auch etwas über Literatur, indem er einem Dichter, den es tatsächlich, wie das Nachwort erläutert, zu entdecken gibt, eine zentrale Rolle überträgt.
Es eröffnet sich so ein breites Informationsspektrum, vor dem im Vordergrund eine spannend-komische Geschichte abrollt: Temeo muss sich – so meint er – mit Erfindungsreichtum und nicht immer ganz ehrlichen Angaben Respekt bei den Weißen verschaffen und die Organisation von fünf Ausflugstagen auf einer Insel im Victoria-See unter nicht ganz einfachen Bedingungen leisten. Das Überraschende und Erheiternde ist, dass seine Befürchtungen und Erwartungen nie so eintreffen, wie vorhergesehen, immer wieder ist er der Düpierte und gibt das auch gern zu.
Die positiv gezeichneten, an Afrika ernsthaft interessierten Weißen sind Identifikationsfiguren, insbesondere das 15-jährige Mädchen, das es Temeo angetan hat. Gerade die Weißen sind auf der Suche nach dem Numinosen, dem Ahnenkult, dem Zauberwesen, das umgekehrt Temeo am liebsten verstecken würde. Er gibt sich „aufgeklärt“ und will Detektiv werden – so tauscht Hermann Schulz die gängigen Vorstellungen mit Augenzwinkern und verstecktem Fingerzeig aus: Erklärbar sind die geheimnisvollen Vorgänge um den als Geist erscheinenden König Rukonge – oder auch nicht.
Der Leser darf die Gedanken weiterspinnen, als Detektiv oder als Staunender.
Hinweise für den Unterricht
Das Buch eignet sich vor allem zusammen mit dem ersten Temeo-Band auch zum Vorlesen.
