Gesamtkatalog - alle Rezensionen des Leseforums
Das Geheimnis von Bahnsteig 13
von Ibbotson, Eva
| erschienen | München, 2002 Deutscher Taschenbuch Verlag |
|---|---|
| ISBN-10 | 3-423-70725-9 |
| Einband / Umfang | kartoniert , 222 Seiten |
| Preis | bis 10 € |
| Gattung | Fantastischer Roman |
Untertitel
Die fantastische Entführungsgeschichte um einen kleinen Prinzen liest sich wie ein "Harry-Potter"-Remake, liegt der bekannten Reihe indes voraus.
Bewertung
| Eignung als Klassenlektüre | gut geeignet |
|---|---|
| Eignung für Jahrgangsstufen | 4 - 6 |
| Eignung für Schularten | Gymnasien, Realschulen, Volksschulen |
| Eignung für Fächer | Deutsch |
Besprechung
Wie bei den Büchern um “Harry Potter” bietet auch in diesem fantastischen Kinderroman der Londoner Bahnhof King’s Cross einen geheimen Zugang zu einer magischen Welt, die sich auf einer durch dichten Nebel unsichtbar gemachten Insel im Meer etabliert hat. Die Verbindung zwischen Insel und realer Welt erfolgt durch den “Gügel”, ist aber nur alle neun Jahre möglich. Bei einer dieser seltenen Gelegenheiten kommt es zu einem folgenschweren Unglück. Die Kinderschwestern, die mit dem von ihnen behüteten kleinen Prinzen der Insel einen verbotenen Ausflug nach London gemacht haben, passen nicht richtig auf und ermöglichen so, dass ihr Schützling von einer kinderlosen Frau entführt wird. Rechtzeitig zur nächsten Gügelöffnung werden vier Retter nach London gesandt, unter ihnen die junge Hexe Lex Gribble.
Der Versuch, den Prinzen zurückzuholen gestaltet sich äußerst schwierig, denn die Retter ahnen nicht, dass Raymond, das Kind, dem sie nachspüren und das sie auf die Insel zurückbringen wollen, gar nicht der richtige Prinz ist. Die damalige Entführerin hatte nämlich doch noch ein eigenes, äußerst unsympathisch dargestelltes Kind bekommen und das geraubte Kind unter dem Namen Ben zu einer armen alten Kinderfrau abgeschoben. Raymond wird schließlich durch eine magische “Mobile Eingreiftruppe” auf die Insel gebracht. Aber auch Ben folgt der netten Hexe Lex auf die Insel. Bei der ersten Begegnung erkennt der echte Prinz natürlich seine königlichen Eltern - und umgekehrt.
Dieser im englischen Original zeitlich vor “Harry Potter” erschienene Roman (1994) bietet zahlreiche Parallelen zu den bekannten Bestsellern von J. K. Rowling. Sprachlich und vom Umfang her ist Ibbotsons Buch jedoch als deutlich leichter einzustufen, daher bietet es sich in einem differenzierenden Unterricht als Alternative zu "Harry Potter", aber auch als Ergänzung an.
Übertragbare Anregungen lassen sich dem Beitrag über "Alice im Wunderland" entnehmen in Saar, Michael: Von Anderland nach Wunderland. Phantastische Kinderbücher im Unterricht der Grundschule. Baltmannsweiler: Schneider 1990, S. 101-166
Der Versuch, den Prinzen zurückzuholen gestaltet sich äußerst schwierig, denn die Retter ahnen nicht, dass Raymond, das Kind, dem sie nachspüren und das sie auf die Insel zurückbringen wollen, gar nicht der richtige Prinz ist. Die damalige Entführerin hatte nämlich doch noch ein eigenes, äußerst unsympathisch dargestelltes Kind bekommen und das geraubte Kind unter dem Namen Ben zu einer armen alten Kinderfrau abgeschoben. Raymond wird schließlich durch eine magische “Mobile Eingreiftruppe” auf die Insel gebracht. Aber auch Ben folgt der netten Hexe Lex auf die Insel. Bei der ersten Begegnung erkennt der echte Prinz natürlich seine königlichen Eltern - und umgekehrt.
Dieser im englischen Original zeitlich vor “Harry Potter” erschienene Roman (1994) bietet zahlreiche Parallelen zu den bekannten Bestsellern von J. K. Rowling. Sprachlich und vom Umfang her ist Ibbotsons Buch jedoch als deutlich leichter einzustufen, daher bietet es sich in einem differenzierenden Unterricht als Alternative zu "Harry Potter", aber auch als Ergänzung an.
Übertragbare Anregungen lassen sich dem Beitrag über "Alice im Wunderland" entnehmen in Saar, Michael: Von Anderland nach Wunderland. Phantastische Kinderbücher im Unterricht der Grundschule. Baltmannsweiler: Schneider 1990, S. 101-166
